Angebotsstruktur JiM

Angebotsstruktur JiM

Offene Jugendarbeit bedeutet heute nicht mehr nur, Jugendräume aufzusperren, sondern auch auf Jugendliche zuzugehen, mobil zu sein – aufsuchende Angebote zu bieten. Gerade im ländlichen Bereich bietet sich ein Modell, welches beide Angebote kombiniert an: die standortbezogene Jugendarbeit sowie die mobile Jugendarbeit. Die Jugendarbeit JIM beruht auf den Prinzipien und Methoden der Offenen Jugendarbeit entsprechend dem Handbuch Offene Jugendarbeit Tirol 0.1. Im speziellen wird jedoch auf folgende Angebote besonderes Augenmerk gelegt:

Jugendtreff / Offener Betrieb

Ein Jugendtreff ist in erster Linie ein Freizeitangebot mit geregelten Öffnungszeiten. Der Offene Betrieb der verschiedenen Jugendtreffs wird durch die regelmäßigen Öffnungszeiten als informeller Treffpunkt von den Jugendlichen der fünf Gemeinden des westlichen Mittelgebirges und Umgebung genutzt. Die zur Verfügung gestellten realen Räumlichkeiten und deren Einrichtungen sind als Ressource zu verstehen und beinhalten ihrerseits

wiederum Ressourcen (Tischfußballkasten, Sitzgelegenheit, div. Spiele usw.), die von den

Jugendlichen kostenlos genutzt werden können. Im Rahmen dieser Räumlichkeiten haben die

NutzerInnen die Möglichkeit, weitere Angebote (Kreativ-Angebote, Kochen, usw.) in Anspruch zu nehmen.

Neben dieser standortbezogenen Jugendarbeit sollen auch jene Jugendlichen erreicht werden, welche nicht in den Jugendtreff kommen können oder wollen.

 

Im Konzept von JIM werden drei Typen von Jugendräumen angeboten:

  • Selbstverwalteter Jugendraum am Beispiel Jugendraum Grinzens:                                                       Hier werden die Jugendlichen sehr stark in die Arbeit miteinbezogen. Sie übernehmen Verantwortung für den laufenden Betrieb. Die Rolle des/der JugendarbeiterIn besteht darin, den Rahmen zu halten und die Jugendlichen bei dieser Selbstverwaltung zu begleiten und zu unterstützen.

  • Singels:

Sind Jugendräume, in denen nur eine Person während der Öffnungszeiten anwesend ist. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass dies sehr schnell zu einer Überforderung führt. Hier empfiehlt es sich, die Ressourcen in die Begleitung und Stärkung der Selbstverwaltung zu lenken.

Selbstverwaltet

Teams

Singles

Ein Konzept entwickelt mit der Tiroler Jugendgemeindeberatung im Auftrag vom Land Tirol

  • Teams:

Dem Standard der Offenen Jugendarbeit entsprechend sind während des Offenen

Betriebs immer mindestens zwei MitarbeiterInnen anwesend. Hier kann auf den Bedarf an Information und Gesprächen ebenso reagiert werden, wie auch auf mögliche Projektideen etc.

  • Workshops und Projekte:

Über die übliche Jugendarbeit hinaus werden den Jugendlichen auch interessante Workshopangebote gemacht. Je nach Bedarf und Interesse können die Inhalte variieren.

  • Veranstaltungen

Sofern es die zeitlichen Ressourcen erlauben, stellen Feste, Konzerte, Elternabende, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen ein bereicherndes Zusatzangebot zum regelmäßigen Angebot dar. Zentral dabei ist die Mitwirkung und Miteinbindung von Jugendlichen. Es sollen keine Veranstaltungen FÜR SIE sondern MIT IHNEN gemacht werden. Gruppenangebote: Je nach Bedarf und Bedürfnislagen und zeitlichen Ressourcen der MitarbeiterInnen sind prinzipiell auch Gruppenangebote möglich. Hier kann gezielt z.B. auf die Bedürfnisse von Mädchen oder bestimmten Altersgruppen eingegangen werden.

  • Sozialraumarbeit:

Die Offene Jugendarbeit JIM ist ein Teil des regionalen Gemeinwesens, an den MitarbeiterInnen liegt es auch, Kontakte zu naheliegenden Institutionen und Einrichtungen aufzubauen und zu pflegen, wie z.B. mit amtlichen Stellen und Behörden, Schulen, Beratungsstellen, etc. JugendarbeiterInnen sind auch mit ökonomischen, sozialen und rechtlichen Problemen Jugendlicher konfrontiert. Diese Probleme lassen sich oft nicht innerhalb des Jugendtreffbetriebs lösen, da u.a. den BetreuerInnen auch die nötige Handlungskompetenz fehlt. In diesen Fällen werden die Jugendlichen an entsprechende Stellen weiter verwiesen und wenn nötig begleitet, damit Schwellenängste oder Misstrauen den Schritt in Richtung Lösung nicht be- oder verhindern.

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